Getestet | Weiche Fingernägel? Diese Möglichkeiten gibt es!

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Ich gehöre zu den Menschen, die in Puncto Fingernägel schon alles ausprobiert haben. Geholfen? Hat nichts wirklich. Sowohl die gezielte Einnahme von bestimmten Nährstoffen, spezielle Haut/Haare/Nagel-Produkte, teure Nagelhärter-Kuren usw. waren komplett erfolglos. Ich habe anscheinend genetisch bedingt einfach dünne Nägel.

Künstliche Fingernägel kamen für mich lange nicht in Frage, da ich automatisch davon ausgegangen bin, dass gemachte Fingernägel eben auch danach aussehen müssen. Da lag ich allerdings falsch.  Was ich schon alles getestet und ausprobiert habe und bei welcher kostengünstigen und schnellen Alternative ich letzten Endes hängen geblieben bin, um schöne Fingernägel zu bekommen, verrate ich euch heute:

1. DIE PROFESSIONELLE MODELLAGE

Eine Freundin kam eines Tages mit gemachten Fingernägel zu einem Treffen, die überhaupt nicht gemacht aussahen. Diese Art künstlicher Nägel war mir bislang nicht bekannt: Ich hatte bei dem Gedanken an "Plastik-Nägel" immer French Nails mit Schnörkeln und Strass vor dem geistigen Auge. Angespornt durch die wirklich gelungene Nagelmodellage meiner Freundin bin ich dann auch zur Maniküre mit Gel-Modellage gegangen. Doch so richtig zufrieden bin ich nicht gewesen: Mir waren die Nagelmodellagen einfach zu dick und "krallig" – ihr wisst bestimmt, was ich meine.

War es denn nicht möglich, natürlich aussehende Nägel zu bekommen? Doch! Ich habe eine Dame gefunden, die mir die Modellage mit Tip (die sogenannten Nagelspitzen) super natürlich gemacht hat. Allerdings waren die zwei bis drei Stunden bei ihr plus 50-80 Euro auf Dauer dann doch etwas zeit- und auch kostenintensiv. Denn durch die dünne Modellage brach der erste Nagel schon nach ein paar Tagen ab und ich musste wieder den Weg zu ihr antreten und ständig Nägel reparieren lassen, was mir dann auf Dauer zu aufwendig war.

Pro: 
- Es gibt günstige Modellagen um die 30-40 Euro
- Schöne Nägel, Naturnagel wird durch Verstärkung geschützt

Kontra: 
- Auf Dauer teuer
- Teilweise zu dicke Modellagen
- Dünne Modellagen können schnell brechen oder reißen

2. NAGELMODELLAGE ZU HAUSE SELBER MACHEN

Wie unter Punkt 1 bereits erwähnt, könnt ihr natürlich zur Nagel-Modellage gehen. Weil das durch meinen Anspruch, diese möglichst dünn zu gestalten, echt ins Geld ging und die Nägel ständig brachen, dachte ich mir irgendwann „Das kann ich doch selber“. Ich habe mir kurzerhand ein Set aus dem Internet bestellt, bestehend aus Gel, Feilen, UV-Lampe und Tips (aufklebbare Spitzen). Mit ein wenig Übung konnte ich mir selber wirklich ziemlich gut die Nägel machen. Allerdings ist diese Methode auch recht zeitintensiv und dauerte anfänglich rund drei Stunden, später knapp zwei Stunden. So kam die Modellage zu Hause auch irgendwann zum Erliegen, da ich dann eine andere, zeitsparende Alternative für mich gefunden hatte. Unter Punkt 4 könnt ihr meine finale und für mich beste Lösung nachlesen.

Was habe ich benutzt? Jolifin all-in-one Nail-Starterset, für rund 40 Euro im Internet bestellt.

Pro: 
- Von Salons unabhängige Modellage wie sie euch persönlich gefällt
- Sehr preiswert: Ich habe für ein ganzes Starter-Set reduziert rund 40 Euro bezahlt

Kontra:
- Es bedarf etwas Fingerfertigkeit, um sich bei beiden Händen die Nägel selber zu machen
- Die Dauer mit anfangs rund drei Stunden, später rund zwei Stunden

3. NÄGEL ZUM AUFKLEBEN FÜR EINEN ABEND

Auf einem Press Day wurden Nägel zum Aufkleben vorgestellt. Ich war erst skeptisch, habe dann aber bei einer Redakteurin das Ergebnis gesehen und war begeistert: Gepflegte, lange Nägel im Handumdrehen? Das musste ich ausprobieren! Schnell sind die Nägel aufgeklebt, nachdem ich für jeden einzelnen Finger die perfekte Nagelgröße gefunden hatte. Stolz wie Bolle passierte auch direkt die erste Peinlichkeit: Ein Nagel flog mitten im Gespräch ab. Upsi!

Es ist also durchaus sinnvoll, die Packung mit Ersatznägeln dabei zu haben. Wer schnell und unkompliziert schöne Nägel braucht, dem ist hiermit definitiv geholfen. Wer allerdings auf Business-Meetings oder erste Dates geht, dem würde ich wegen der hohen Wahrscheinlichkeit, einen Nagel zu verlieren, von diesem Produkt abraten. Auf Party, beim Kaffeetrinken oder für eine Einladung bei einer Hochzeit sollten sie aber ausreichen.

Was habe ich benutzt? Die Aufklebe-Nägel von Impress, die ihr zum Beispiel bei DM, Müller, Rossmann, Bipa in Österreich oder Budni in Norddeutschland kaufen könnt.

Pro: 
- Schnelle Anwendung mit selbstklebenden Nägel
- Schnelle und rückstandslose Entfernung
- Zahlreiche Lackierungen stehen zur Auswahl

Kontra:
- Fallen in der Regel nach einigen Stunden ab – nicht alle, immer mal einer, was zu peinlichen Zwischenfällen führen kann
- Man muss immer Ersatznägel dabei haben, damit man im Falle eines Falles nachkleben kann
- Kosten von 7,99, was für einen Abend mit recht unzuverlässiger Haftung doch recht viel ist

4. NÄGEL ZUM AUFKLEBEN, DIE ZWEI WOCHEN HALTEN

Irgendwann, total frustriert, dass ich mich mit meinen kurzen, nicht wachsenden und schmerzhaft einreißenden Nägeln wohl abfinden musste, bin ich im Drogeriemarkt über Nägel zum dauerhaften Aufkleben gestolpert. Die stark ins Auge fallenden Frenchnail-Modelle haben mich bislang immer an dem Regal vorbei eilen lassen – ohne, dass ich mich jemals mit dem Produkt auseinander gesetzt hatte. Aber durch Zufall kam ich dann dazu, die Nägel auszuprobieren. Ähnlich wie bei den Nägeln unter Punkt 3 sind diese Ersatznägel zum Aufkleben gedacht. Allerdings nicht auf selbstklebende Art und Weise. Es wird ein Sekundenkleber mitgeliefert, der auf Naturnagel und die Unterseite des Ersatznagels appliziert und dann angeklebt wird. Zugegeben, hier ist etwas Geschick gefragt, damit der Sekundenkleber wirklich nur da landet, wo er soll. Aber nach meiner jahrelangen Erfahrung mit verschiedensten Arten von Kunstfingernägeln, sind diese dauerhaft klebenden definitiv mein Favorit und helfen mir sowohl bei Shoots, als auch auf Geschäftsterminen oder besonderen Anlässen aus, um innerhalb von 10 Minuten top aussehende Fingernägel zu bekommen.

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Was habe ich benutzt? Ich trage momentan und auf dem Bild abgebildet die Nägel von Kiss, die bereits in rosa vorlackiert waren und die ich hier in England gekauft habe aber ansonsten in der Drogerie in Deutschland für rund 7 Euro kaufe.

Pro:
- Schnelle, einfache Anwendung bei etwas Übung
- Natürliches und lang anhaltendes Ergebnis
- Große Auswahl lackierter und unlackierter Nägel

Kontra:
- Die natürlichen Nägel ohne weiße Spitze müssen lackiert werden, da der Kleber unregelmäßig durchschimmert und so kein natürliches Ergebnis zulässt (mit Lack sieht man den Kleber aber nicht mehr durch den Nagel durch)
- Sekundenkleber wird direkt auf dem Naturnagel aufgetragen
- Nagel kann nicht einfach abgezogen werden, da sonst die Gefahr besteht, dass der Naturnagel abgerissen wird. Entfernt bekommt ihr sie entweder, wenn sie irgendwann abfallen oder ihr sie vorsichtig runterfeilt. Ich rede anfangs von einem zweiwöchigen Halt, da sie dann irgendwann anfangen, nicht mehr schön auszusehen und ihr sie feilen solltet